Die Stadt am Rhein, wo die Schweiz, Frankreich und Deutschland aufeinandertreffen, mag zwar Hauptsitz vieler grosser Pharmaunternehmen sein, ist aber auch für ihr vielfältiges kulturelles Angebot bekannt. Während der «Baselworld» und der «Art Basel» wird die Stadt jeweils internationaler Treffpunkt für Uhren- und Schmuck, beziehungsweise für die Kunst. Bereits im Mittelalter war Basel eine der wichtigsten Handelsstädte der Schweiz, davon zeugen auch die vielen Zünfte. Das GRAND HOTEL LES TROIS ROIS, von Baslern liebevoll auch «s’Dreikönig» genannt, steht an prominenter Lage direkt am Rhein und ist mit der Geschichte der Stadt Basel tief verankert.

Les Trois Rois: Ein Wahrzeichen der Stadt Basel

Bei meiner Ankunft werde ich herzlich vom Portier des LES TROIS ROIS begrüsst und zur Rezeption geführt. Dort heisst man mich mit einer roten Rose aus dem hoteleigenen Blumengeschäft «Fleurs des Rois» (definitiv einen Besuch wert) willkommen und begleitet mich in mein Deluxe Doppelzimmer mit Blick auf den Rhein. Der Lift mit Sitzbank amüsiert mich und ich bewundere die wunderschönen Antiquitäten aus früheren Jahrhunderten auf den Gängen und in meinem Zimmer.

Ein Grandhotel voller Geschichten und Legenden. Eine dieser alten Legenden besagte, dass der Name von einem Dreikönigstreffen im Jahre 1026 stamme, jedoch wurde diese in späteren Jahren verworfen, denn die wahre Geschichte des LES TROIS ROIS begann im Jahre 1681. In diesem Jahr wurde das Gebäude, das ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert stammte und als Wohnhaus für Adlige diente, erstmals als Gasthof «zu den Drei Königen» eröffnet. Die Kategorie Gasthof erlaubte dem damaligen Wirt, Gäste zu beherbergen, diese zu verköstigen und dreierlei Weine zu lagern und auszuschenken.

Les Trois Rois im Jahre 1844

Danach wechselte das Hotel mehrmals den Besitzer und das 18. Jahrhundert schrieb allerlei kuriose und gruselige Geschichten rund um das Hotel. Geschichten von unglücklichen Prinzen im Exil, einem aus dem Strassburger Zoo entflohenen Nashorn bis hin zu einem tödlichen Degengefecht. Berühmtheiten wie Napoleon, Queen Elizabeth II und Pablo Picasso waren bereits zu Gast im LES TROIS ROIS. Als Napoleon zu Besuch kam wollten ihn sämtliche Adlige von Basel sehen, das wurde ihnen ermöglicht, indem sie sich als Service Personal des Hotels ausgaben. Scheinbar wurde Napoleon die Aufmerksamkeit schnell zu viel und er zog bald weiter… Auch in der heutigen Zeit beherbergt das Basler Grandhotel Politiker und Prominenz aus aller Welt, die der Diskretion wegen jedoch nicht genannt werden.

Unter neuem Besitztum wurde das alte Gasthaus 1842 abgebrochen und der Basler Architekt Amadeus Merian dazu beauftragt, ein neues Hotel im derzeitigen Stil des Klassizismus zu erstellen. 1844 wurde das neue LES TROIS ROIS eröffnet. Seine Fassade prägt bis heute das Stadtbild von Basel.

Das imposante Atrium vermittelt den ersten Eindruck

Im Jahre 2004 übernahm der erfolgreiche Schweizer Unternehmer Dr. h.c. Thomas Straumann das denkmalgeschützte Grandhotel und erwarb auch das nebenstehende Gebäude. Er liess die Gebäude durch den Architekten Christian Lang restaurieren und teilweise sogar nach Originalplänen rekonstruieren. Während 20 Monaten liefen die Renovations- und Umbauarbeiten. Das Gebäude nebenan wurde, entsprechend seines Ursprungs, im «Art Deco» Stil restauriert und hat das Grandhotel mit zusätzlichen Zimmern, einem beindruckenden «Belle Epoque» Ballsaal und modernen Tagungsräumen bereichert. Im März 2006 eröffnet das LES TROIS ROIS erneut seine Türen und präsentiert sich in neuem Glanz. Das imposante Atrium mit seinen riesigen Kronleuchtern, die opulenten Stoffe und die prachtvollen Antiquitäten im Romantik, Empire und Biedermeier Stil strömen Eleganz und Luxus aus. Die Wände sind nach Vorbild der berühmten «Rixheimer Tapeten» bemalt, mit echter Seide oder auserlesenen Tapeten geschmückt. Einzelne Wände und die Säulen wurden während der Renovationsphase neu marmoriert. Wenn man bedenkt, dass ein Experte ungefähr 12 Stunden pro Quadratmeter braucht, ist das wirklich eine bemerkenswerte Leistung.

Beim Betreten der Räumlichkeiten des LES TROIS ROIS scheint die Geschichte greifbar nah und man bekommt den Eindruck, in eine längst vergangene Zeit einzutauchen. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass das Gebäude insgesamt 18 cm zum Rhein hin abgesunken ist. Dies lässt sich insbesondere im prächtigen Steintreppenhaus erkennen. Die Absenkung wurde zwar belassen, jedoch wurde sie während den Renovationsarbeiten nach heutigen Vorschriften stabilisiert.

Zimmer und Suiten: Wählen Sie zwischen Klassizismus und Art Deco

Jedes der 101 Zimmer und Suiten, blickt entweder auf den Rhein oder auf die Stadt, ist mit echten Antiquitäten ausgestattet und authentisch im klassischen oder aber «Art Deco» Stil eingerichtet. Das Farbkonzept der Zimmer im Hauptgebäude ist rot oder blau. Alle Zimmer bieten viel Platz und modernsten Komfort. Manche verfügen sogar über eine Terrasse. Für ein besonders exklusives Erlebnis empfehle ich Ihnen die «Napoleon Suite» oder die «Art Deco Suite» mit eigenem Jacuzzi über den Dächern von Basel.

Napoleon Suite: Prinzessin (oder Prinz) für eine Nacht

Das Hauptrestaurant «La Brasserie» ist mit 14 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet. Es bietet ein grosszügiges Champagner-Frühstückbuffet sowie Mittag- und Abendessen mit vorwiegend französischer und schweizerischer Küche in elegantem, dennoch entspanntem Ambiente mit Sicht auf den Rhein. Ein kulinarisches Highlight ist das mit 3 Michelin Sternen und 19 GaultMillau-Punkten ausgezeichnete CHEVAL BLANC by Peter Knogl. In einem wunderschönen Saal, selbstverständlich mit Blick auf den Rhein, werden Sie von Küchenchef Peter Knogl und seinem Team auf höchstem Niveau verwöhnt. «Haute Cuisine» vom Feinsten, kunstvoll präsentiert und liebevoll serviert. Hier spürt man echte Leidenschaft! Ein erstklassiges Erlebnis, wo man sich dennoch wohl fühlt, das Personal aufgestellt und stets zu einem kleinen Scherz bereit ist.

Lassen Sie sich kulinarisch verwöhnen!

Diese angenehme und entspannte Atmosphäre konnte ich während meines gesamten Aufenthaltes beobachten. Das GRAND HOTEL LES TROIS ROIS scheint seinen Slogan «Rich in history, young at heart» mit Begeisterung zu leben.

Für gemütliche Stunden bieten sich die Lobby Lounge oder die Bar mit einer Vielzahl an edlen Spirituosen und Cocktails an. Für Zigarren «Aficionados» ist der «Salon du Cigar» mit seinen 135 Zigarren im Sortiment, wohl schon einen Besuch im LES TROIS ROIS wert.

Die heutige Bibliothek im 1. Obergeschoss war früher eine Andachtskappelle. Dort war bis 1930 ein englischsprachiger Pfarrer anwesend, der den ausländischen Gästen und den ersten Expats von Basel diente.

Zwar wurde mir nicht ganz so viel Aufmerksamkeit wie damals Napoleon entgegengebracht, dennoch durfte ich wahre Gastfreundschaft erleben und wurde rundum versorgt. Ich hätte es also auch noch etwas länger im LES TROIS ROIS ausgehalten als Napoleon damals…

Herzliche Grüsse

Simone xx

 

 

Mehr Infos: www.lestroisrois.com

Fotografie: Grand Hotel Les Trois Rois

 

DREI GRÜNDE; DAS HOTEL ZU VERLASSEN:

ART BASEL

«Art Basel» wurde 1970 von drei Basler Galleristen gegründet und war seit Anfang ein grosser Erfolg. In der Zwischenzeit ist sie die wichtigste und grösste Kunstmesse der Welt und lockt jährlich bis zu 100’000 Besuchern an. Im Jahre 2002 expandierte die «Art Basel» nach Miami und 2013 nach Hong Kong. Die «Art Basel» findet jeweils im Juni statt. Gleichzeitig wird die Stadt Basel zum Schauplatz für weitere Kunst- und Designausstellungen. Darunter die «Volta», «Liste», «Scope» und «Design Miami/ Basel».

www.artbasel.com

KUNSTMUSEUM BASEL

Vor knapp über einem Jahr wurde der dritte Bau des Basler Kunstmuseums feierlich eröffnet. Der imposante Neubau wurde vom Architekturbüro Christ & Gantenbein realisiert und bietet viel Platz für wechselnde Ausstellungen. Bis zum 20. August 2017 finden Sie dort die Ausstellung ¡Hola Prado!. Bedeutende Gemälde aus der Sammlung in Madrid reisten nach Basel, womit Meister wie Holbein und Goya in den Dialog treten.

www.kunstmuseumbasel.ch

URBANES BASEL

Weg vom Zentrum im alten Hafenareal von Basel hat sich in den letzten Jahren eine eigene kleine urbane Welt, ja fast schon eine Sub-Kultur entwickelt. Im Sommer erwacht das Quartier mit seinen quirligen «Pop-Up» Bars und Restaurants wie beispielsweise der bei Einheimischen äusserst beliebten «Landestelle» zum Leben. Blech- und Holzbauten, viel Graffiti und kunterbunte Vintage Möbel prägen hier das Bild und bieten das pure Kontrastprogramm für Jung und Alt. Bis vor wenigen Jahren noch der ‚Wohnort’ der Fahrenden heisst die Devise auch heute noch: «Leben und Leben lassen.»

www.landestelle.ch